Anleihen-Wissen: Was sind Reverse Convertibles?

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Eine beispielhafte Aktienanleihe kann auf einen Nominalwert von 1.000 Euro lauten und sich auf die Aktie XY beziehen, die zum Zeitpunkt der Auflage der Anleihe bei 70 Euro notiert. Die Laufzeit der Anleihe beträgt zwei Jahre und der jährliche Zinskupon beläuft sich auf 12 Prozent, während das Zinsniveau am Markt für zweijährige Staatsanleihen vier Prozent beträgt. Der Emittent kann (später) wählen, ob er bei Fälligkeit die Rückzahlung des Nominalwertes vornimmt und dem Inhaber der Anleihe 1.000 Euro zahlt, oder aber ob er 20 XY-Aktien liefert.

Die Konstruktion impliziert, dass der Emittent die Rückzahlung in Aktien dann dem Barausgleich vorziehen wird, wenn der Kurs der XY-Aktie zum relevanten Bewertungstag unter 50 Euro liegt. In diesem Fall erhält der Inhaber der Anleihe eine Rückzahlung, die kleiner ist als die geleistete Einlage. Dieses Risiko wird durch den sehr hohen Zinskupon vergütet. Auch wenn der Emittent die Rückzahlung in Aktien vornimmt, ist deshalb noch kein Verlust angefallen. Dies geschieht erst, wenn der Kurs der zugrunde liegenden Aktie sehr deutlich fällt.

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