Anleihen-Wissen: Worin besteht das Kündigungsrisiko?

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Für Anleger bedeutet dies in der Praxis meistens, dass die zurückbezahlten Mittel zu deutlich schlechteren Konditionen zurückbezahlt werden. Emittenten machen von ihrem Sonderkündigungsrecht verständlicherweise vor allem dann Gebrauch, wenn die Refinanzierung der Rückzahlung zu deutlich geringeren Zinsen möglich ist. Da es sich beim Sonderkündigungsrecht um eine einseitige Option handelt, sind solche Klauseln aus Anlegersicht nachteilig zu beurteilen.

Eine Anleihe, die in Sonderkündigungsrecht vorsieht, sollte deshalb eine höhere Rendite erzielen als vergleichbare andere Schuldverschreibungen. Die Kündigung einer gut verzinsten Anleihe kann die Planrendite des Portfolios nachhaltig beeinträchtigen. Anleger sollten Titel dieser Art deshalb nur beimischen.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Anleger Klauseln zum Sonderkündigungsrecht gar nicht realisieren. Bei besonders attraktiven Angeboten in Hochzinsphasen sollte deshalb ein Blick in den Emissionsprospekt geworfen werden.

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