Liquiditätsprobleme treten vor allem bei Titeln von weniger bekannten Emittenten auf. Staatsanleihen und Emissionen großer Industrieunternehmen können praktisch immer zum Fair Value erworben und veräußert werden. Für andere Bond-Titel stellen sowohl der Broker als auch Wertpapierbörsen Indikatoren zur Verfügung, anhand derer sich die Liquidität einschätzen lässt.
Bei jedem Broker kann das aktuelle Handelsvolumen eines Wertpapiers eingesehen werden. Ist dies auch sehr weit vor der Fälligkeit bereits gering, besteht ein erhebliches Liquiditätsrisiko. Bei kleineren Emissionen müssen Anleger damit rechnen, dass die Handelbarkeit zum Laufzeitende hin schlechter wird, weil der Großteil der Bestände nicht mehr umläuft.
Die Börse Düsseldorf stellt Anlegern auch eine Ratingskala für die Liquidität von Anleihen zur Verfügung, die die Handelbarkeit in sechs Kategorien einteilt. Solche Instrumente sollten genutzt werden, wenn Unklarheiten im Hinblick auf die Liquidität einer Anleihe bestehen.
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