Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen, die ihre Beiträge am Monatseinkommen des Versicherten orientieren und altersbedingte Beitragserhöhungen ausschließen, decken die Privatversicherer das statistische Versicherungsrisiko mit dem Nettobeitrag für den Krankenversicherungsschutz. Dieser ist unterteilt in einen Spar- und einen Risikoanteil. Der Sparanteil wird für Altersrückstellungen verwendet.
Kapitaldecke soll Beiträge stabilisieren
Mit einem Teil des Kapitals der Versicherten soll langfristig das Beitragsniveau gehalten werden, denn die Privatversicherer profitieren nicht vom Umlageverfahren, nach dem die gesetzliche Krankenversicherung wirtschaftet. Junge Privatversicherte zahlen somit einen höheren Beitrag als eigentlich, gemessen am statistischen Versicherungsrisiko, notwendig wäre, damit die Versicherungsgesellschaft die Differenz gewinnbringend investieren kann.
Steigender Risikodeckungsbeitrag im Alter
Kommt ein Versicherter in die Jahre, steigt naturgemäß der individuelle Risikodeckungsbeitrag, während die Rückstellungen sinken. Die Beiträge können nun für das gestiegene Risiko der höheren Altersgruppe verwendet werden. Im hohen Alter können vom privat Versicherten die angesparten Rückstellungen aufgebraucht werden, denn das persönliche Versicherungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter an und mit ihm auch die Kosten für die Gesundheit.
Beiträge decken auch andere Kosten
Nicht nur Altersrückstellungen sind in den Monatsbeiträgen enthalten, sondern auch Verwaltungskosten und ein in der Regel fünfprozentiger Sicherungsbeitrag. Dieser soll im Ernstfall unvorhersehbare Ereignisse, aus denen hohe Kosten resultieren, abdecken.

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