In der Tat können britische Lebensversicherer bis zu 100 Prozent der verwalteten Kundenvermögen in Aktien investieren. In Zeiten des Börsenaufschwungs der 90er Jahre boten sie deshalb attraktive Wertzuwächse, die wie auch bei deutschen Versicherungen in Form von Überschussbeteiligungen dem Vertragskonto zugeschrieben werden.
Der höhere Aktienanteil ist jedoch auch mit einem größeren Risiko verbunden: Verlieren die Versicherer, verlieren auch die Versicherten. Eine gesetzliche garantierte Mindestverzinsung in Deutschland gibt es nicht. Lediglich die eingezahlten Beiträge (abzüglich sehr hoher Verwaltungskosten) müssen am Ende der Laufzeit wieder zur Verfügung stehen.
Anders als bei deutschen Versicherungen entwickeln sich die Ansprüche aus dem Vertrag weniger stetig: Rund 60 Prozent der Rendite resultieren aus einem Schlussbonus, der im schlimmsten Fall gestrichen werden kann.
Steuerliche Vorteile bieten britische Lebensversicherungen gegenüber deutschen Policen nicht. Sie sind letztlich auch nicht wirklich erforderlich: Eine deutsche Lebensversicherung, die auf einem (Aktien-) Fondssparplan beruht, bietet dieselben Ertragschancen bei geringeren Kosten.
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