Altersvorsorge: Vorsicht vor optimistischen Szenario-Rechnungen

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Ein Beispiel: Wer im Alter von 30 Jahren beginnt, monatlich 250 Euro in einen Vorsorgevertrag einzuzahlen, kann sich bei Eintritt in den Ruhestand mit 65 Jahren über ein Vermögen in Höhe von 345.000 Euro freuen, wenn der jährliche Zinssatz durchschnittlich 6,0 Prozent beträgt. In vielen Kalkulationstabellen von Banken und Versicherungen findet sich dieser Zinssatz mittig aufgeführt, sodass eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit impliziert wird. Wer mit 8 Prozent Zinsen im Jahr kalkuliert, kann sich am Ende gar über 540.000 Euro (jeweils vor Steuern) freuen.

Nicht nur 8 sondern auch 6 Prozent im Jahr sind allerdings sehr optimistisch. Die meisten deutschen Lebensversicherer konnten in den vergangenen Jahren nicht viel mehr als 4 Prozent p.a. erzielen. Wird dieser Zinssatz der obigen Modellrechnung zugrundegelegt, reduziert sich das Endkapital auf 225.000 Euro –also ein Drittel weniger als bei 6 Prozent. Je länger ein Sparvertrag läuft, desto größer ist der Einfluss des Zinssatzes auf das Gesamtergebnis und desto größer sind die Risiken einer zu optimistischen Kalkulation.

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