Börsen-Wissen: Was ist die implizite Volatilität?

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Die implizite Volatilität ist von großer Bedeutung für die Bewertung von Optionen und hat damit maßgeblichen Einfluss auf die Preisbildung umlaufender und neu emittierter, strukturierter Produkte. Die implizite Volatilität ist die von den Marktteilnehmern unterstellte Schwankungsintensität der Kurse in der näheren Zukunft. Sie wird von der Deutschen Börse als VDAX für den Deutschen Aktienindex berechnet.

Je höher die implizite Volatilität ist, desto höher sind auch die Prämien am Optionsmarkt. Für Privatanleger kann sich dies ganz konkret auswirken, auch wenn ausschließlich konservative Anlagen getätigt werden. Ein Beispiel dafür sind Garantiezertifikate, die zu den beliebtesten Anlagezertifikaten deutscher Privatinvestoren zählen. Ein typisches Garantiezertifikat auf den Deutschen Aktienindex gewährleistet die Rückzahlung der Einlage bei Fälligkeit und bietet darüber hinaus die Partizipation an steigenden Kursen in gewissem Umfang.

Garantiezertifikate werden vom Emittenten im Wesentlichen aus einer verzinslichen Anleihe und einer Call-Option zusammengesetzt. Ist die implizite Volatilität hoch, muss der Emittent eines Garantiezertifikates eine hohe Prämie für die Option zahlen, mit der die Partizipation am Aktienmarkt erreicht wird. Deshalb fällt diese Partizipation bei Garantiezertifikaten, die in unruhigen Börsenzeiten aufgelegt werden, geringer aus.

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