Problematisch ist insbesondere eine Konstellation, in der die Inflation hoch und das Zinsniveau am Bondmarkt und im Einlagengeschäft niedrig ist. Das war zuletzt im Jahr 2008 der Fall. Erzielt ein Anleger eine nominale Rendite in Höhe von vier Prozent, fallen darauf rund 30 Prozent Steuern an (inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer). Die Nettorendite verringert sich somit auf 2,8 Prozent. Steigt die allgemeine Teuerungsrate zugleich um 3 Prozent, hat sich die Kaufkraft des Vermögens um 0,2 Prozent verringert.
Hält eine solche Entwicklung über einen längeren Zeitraum an, wirkt sich dies auf das Anlageergebnis aus. In der Regel wird in der privaten Altersvorsorge mit einer deutlich positiven Rendite kalkuliert. Fällt diese nicht nur fort, sondern kehrt sich sogar ins Negative, reduziert sich die spätere Rente ganz erheblich. Um Engpässe im Ruhestand zu vermeiden muss dann entweder mehr gespart oder in eine Anlageklasse mit besseren Renditechancen investiert werden.
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