Zinsfestschreibung: Zinsstruktur optimal ausnutzen

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Bei der Zinsbindung gilt jedoch keinesfalls, dass länger immer besser ist. Bei einem Kredit mit Zinsbindung müssen Darlehensnehmer gegenüber einem Kredit mit variabler Verzinsung einen Kostenaufschlag hinnehmen. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von der Situation am Kapitalmarkt bei der Kreditaufnahme sowie von der Dauer der Zinsbindung ab.

An der Zinsstrukturkurve lässt sich das Verhältnis des Kostenaufschlags zur Dauer der Zinsbindung ablesen. Kreditnehmer sollten sich die Kosten für Laufzeiten von 5 bis 25 Jahren durchrechnen und dann abwägen, welche Zinsbindung am besten geeignet ist. Oft sind Zinsfestschreibungen über 5, 10 und 15 Jahre zu vertretbaren Kosten zu haben, während längere Festlegungen überproportional teuer sind. Dies lässt sich dann an einem besonders steilen Anstieg der Zinsstrukturkurve ablesen.

Viele Kreditnehmer versuchen erfahrungsgemäß, eine möglichst lange Zinsbindung zu vereinbaren. Das ist jedoch häufig teuer: Selbst wenn die Zinsen bei der Anschlussfinanzierung höher sind, muss dies nicht automatisch zu insgesamt höheren Kosten führen. Den höheren Kosten der Anschlussfinanzierung stehen die höheren Kosten der Erstfinanzierung gegenüber, die – damit sich die lange Zinsbindung rechnet – übertroffen werden müssen.

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