Da Terminkontrakte nicht endlos sind, sondern zu bestimmten Terminen auslaufen, muss der Emittent eines Rohstoffzertifikats regelmäßig von einem in den nächsten Kontrakt umschichten. Dieser Vorgang wird im Jargon auch als „Rollen“ bezeichnet. Die Kosten des Rollvorgangs richten sich nach der Preisstruktur am Terminmarkt.
Bei einer als Backwardation bezeichneten Konstellation sind die Terminkurse günstiger als die Kurse des Spot-Marktes. Das führt dazu, dass beim Rollen in länger laufende Kontrakte keine Kosten, sondern vielmehr Gewinne anfallen. Stagniert der Preis des Basiswertes, erzielen Anleger dennoch einen Gewinn.
Eine Backwardation-Konstellation muss nicht zwangsläufig von Dauer sein. Es ist auch möglich, dass sich das Preisgefüge am Terminmarkt umkehrt und Anleger dann Rollkosten in Kauf nehmen müssen. Dieser Zusammenhang sollte bei Investments in Rohstoffe in jedem Fall berücksichtigt werden.
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25.08.2010 von
JL,
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