Anleihen: Diese Kennzahlen müssen Anleger kennen

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Die Rendite ist strikt vom Kupon zu unterscheiden. Die Kuponzahlung gibt an, welche Zinszahlungen der Anleihebesitzer ausgedrückt in Prozentsätzen vom Nennwert erhält. So kann eine Anleihe mit einem Nennwert von 100 Euro zum Beispiel eine jährliche Kuponzahlung in Höhe von 5 Euro vorsehen. Die Rendite für den Anleger ergibt sich jedoch aus dem tatsächlichen Kaufpreis für die Anleihe und nicht aus dem Nennwert. Muss ein Investor für benannte Anleihe beispielsweise 102 Euro zahlen, reduziert dies die Rendite auf knapp 3 Prozent.

Die Rendite ist indes unabhängig vom Zeitpunkt des Kaufs. Anders als bei Aktien gilt bei Anleihen nicht, dass die vollständige Kuponzahlung am Zinstermin demjenigen zusteht, der die Anleihe an diesem Termin besitzt. Wird ein Papier zwischen zwei Kuponterminen erworben, muss der Käufer Stückzinsen an den Vorbesitzer zahlen. Die Stückzinsen werden taggenau abgerechnet.

Eine weitere sehr wichtige Kennzahl von Anleihen ist der Spread zum sicheren Investment. Dabei handelt es sich um den Aufschlag auf die Rendite einer Anleihe im Vergleich zu einer Bundesanleihe mit (im Idealfall) identischer Laufzeit und identischem Kupon. Dieser Spread gibt Aufschluss über das vom Markt wahrgenommene Ausfallrisiko: Je höher die Rendite im Vergleich zu einer Bundesanleihe ist, desto größer wird das Risiko von Zahlungsstörungen eingeschätzt.

Auch die Duration ist eine sehr bedeutende Kennzahl. Sie gibt in Jahren an, wie lange das eingesetzte Kapital in einer Anleihe durchschnittlich gebunden ist. Anleihen mit einem hohen Kupon besitzen eine geringere Duration als zum Beispiel Nullkuponanleihen, bei denen die Rückzahlung der Einlage nebst Rendite erst bei Fälligkeit erfolgt. Eine hohe Duration macht Anleihen besonders sensitiv für Änderungen des Marktzinssatzes.

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