Es gibt verschiedene Typen von inflationsindexierten Wertpapieren. Sie unterscheiden sich in der Art und Weise, wie die Teuerungsrate Einfluss auf das Auszahlungsprofil der Anleihe nimmt. Eine der am häufigsten anzutreffenden Arten von Inflationsanleihen sind kapitalindexierte Bonds. Bei diesem Typ wird die Teuerung über den Nennwert der Anleihe ausgeglichen. Die Kuponzahlungen hingegen bleiben bei einem konstanten Prozentsatz.
Bei einer Anleihe mit einem anfänglichen Nennwert in Höhe von 100 Euro wird der Nennwert nach einem Jahr auf 104 Euro angepasst, wenn die Inflation im Betrachtungszeitraum 4 Prozent betrug. Wichtig: Bei der Messung der Inflation wird stets vom Preisindex bei Auflage der Anleihe ausgegangen. Dies ist ab dem zweiten Jahr wichtig: Beläuft sich die Inflationsrate dann erneut auf 4 Prozent, wird der Nennwert bei der zweiten Anpassung von 104 auf 108,16 angehoben.
Die Zinszahlungen bleiben prozentual, nicht aber absolut konstant. Der Kupon bezieht sich auf den angepassten Nennwert – steigt dieser, gilt dies auch die Zinszahlungen. Abweichungen von dieser Gestaltung sind möglich – wie genau die Ableitung von Nennwert und Kupon aus der Inflation erfolgt, legt der Emittent in den Anleihebedingungen fest.
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03.09.2010 von
JL,
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