Investieren in Edelholz: Rechtliche Konstruktion beachten

zurück zur Übersicht

Besonders undurchsichtig ist die Konstruktion bei vielen geschlossenen Fonds. Oft sind Anleger über eine Kommanditeinlage an einem Unternehmen nach deutschem Recht beteiligt. Dieses Unternehmen wiederum hält dann Beteiligungen an Gesellschaften in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Mittel- oder Lateinamerika. Solche Konstruktionen sind mit speziellen Risiken verbunden. Besonders wichtig ist es, sich durch den deutschen Mantel nicht von landesspezifischen Risiken ablenken zu lassen. Politische Risiken etwa sind relevant, wenn sie im Produktionsland bestehen.

Auch wenn in Deutschland produziert, das heißt, Holz angepflanzt wird, spielt die rechtliche Konstruktion des Investments eine große Rolle. So ist es im Hinblick auf die Wertentwicklung des Nutzlands beispielsweise wichtig, ob Anleger tatsächlich Eigentümer einer Parzelle sind oder diese lediglich für einen kurzen Zeitraum pachten.

Bei jedem Investment sollte zudem im Vorfeld geklärt werden, ob Verluste entstehen können, die über den Einsatz hinausgehen. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn laufende Kosten bezahlt werden müssen, die sich aufgrund einer dramatischen Verschlechterung der Marktsituation nicht mehr durch den Verkaufserlös von Nutzholz und Biomasse decken lassen. Bei sehr langfristigen Verpflichtungen und einer entsprechenden Haftung des Anlegers kann dies im schlimmsten Fall zu erheblichen Einbußen führen.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 4 + 10 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie